Die Barrierefreiheit von Duschtassen gemäß ADA bedeutet nicht nur eine niedrige Schwelle. Es gibt spezifische Anforderungen an Abmessungen, Neigung, Haltegriffe und Bewegungsflächen. Hier ist der Überblick:
Der Americans with Disabilities Act (ADA) und die darin referenzierten Standards (ANSI A117.1) legen spezifische Anforderungen an barrierefreie Duschwannen fest. Diese gelten für alle gewerblichen Immobilien in den USA – Hotels, Seniorenwohnheime, Gemeinschaftsbereiche in Mehrfamilienhäusern sowie öffentliche Einrichtungen.
Wichtige Anforderungen:
Schwellenhöhe. Roll-in-Duschen müssen eine Schwelle mit einer Höhe von null aufweisen – die Wanne liegt bündig mit dem umgebenden Boden. Transfer-Duschen dürfen eine Schwelle mit einer maximalen Höhe von 1/2" haben.
Größe. Roll-in-Duschen erfordern einen minimalen freien Bodenbereich von 36" x 60". Transfer-Duschen erfordern einen minimalen freien Bodenbereich von 36" x 36".
Neigung. Die Wanne muss zum Abfluss hin mit einer maximalen Neigung von 1:48 (ca. 2 %) geneigt sein. Es darf keine Wasseransammlung entstehen – das Wasser muss vollständig ablaufen.
Haltegriffe. Roll-in-Duschen erfordern Haltegriffe an der Rückwand und der Seitenwand. Transfer-Duschen erfordern Haltegriffe an der Rückwand sowie an der Seitenwand, die der Transferposition am nächsten liegt. Die Griffe müssen einen Durchmesser von 1,25" bis 1,5" aufweisen und mindestens 250 lbs tragen können.
Sitz. In Roll-in-Duschen ist ein klappbarer oder fester Sitz erforderlich. Dieser muss mindestens 250 lbs tragen können.
Bedienelemente. Die Duschbedienelemente müssen von der sitzenden Position aus erreichbar sein. Maximale Reichweite: 48" bei Vorwärtsreichweite.
Roll-in-Duschtassen sind für den Zugang mit Rollstuhl konzipiert. Die Schwelle ist bündig mit dem Boden – der Rollstuhl fährt direkt in die Dusche hinein. Bei Roll-in-Duschtassen aus gegossenem Marmor ist die Neigung bereits in die Tasse integriert, sodass die Oberfläche am Eingang bündig ist und zur Ablauföffnung hin abfällt.
Ideal für: Seniorenwohnungen, Hotelzimmer gemäß ADA-Vorgaben, öffentliche Einrichtungen.
Transfer-Duschtassen sind für Gäste konzipiert, die vom Rollstuhl auf einen Duschsitz umsteigen können. Die Schwelle ist niedrig (½" oder weniger). Die Tasse ist kleiner als eine Roll-in-Duschtasse, erfordert jedoch trotzdem ausreichend freie Bodenfläche für die Annäherung mit dem Rollstuhl.
Ideal für: Hotels mit begrenzter Anzahl an ADA-konformen Zimmern, betreutes Wohnen, Mehrfamilienhäuser.
Gegossener Marmor ist eines der besseren Materialien für barrierefreie Duschwannen gemäß den ADA-Richtlinien. Hier ist der Grund dafür:
Eingebauter Gefälle. Das 2-Prozent-Gefälle wird werkseitig in die Wanne eingegossen. Kein Mörtelbett, keine Unsicherheit – das Gefälle ist bei jeder Einheit konsistent.
Rutschfeste Oberfläche. Die Gelcoat-Oberfläche kann mit einer rutschfesten Struktur formuliert werden. Gegossener Marmor erfüllt die ADA-Anforderungen an Rutschfestigkeit, ohne zusätzliche Matten oder Beschichtungen.
Haltbar. ADA-Wannen müssen stärkeren Belastungen standhalten als Standardwannen – etwa durch Rollstühle, die über die Schwelle fahren, Transferbänke oder die Montage von Haltegriffen. Gegossener Marmor bewältigt diese Belastungen problemlos.
Anpassbar. Die Abmessungen von ADA-Wannen variieren je nach Projekt. Gegossener Marmor lässt sich innerhalb vernünftiger Grenzen in jeder gewünschten Größe herstellen. Auch die Position des Ablaufs kann individuell festgelegt werden.
IAPMO-zertifiziert. Gegossene Marmor-ADA-Wannen können nach CSA B45.5/IAPMO Z124 geprüft werden; dieser Standard umfasst strukturelle Integrität, Belastungstests für Haltegriffe sowie Wasserdichtigkeit.
Ausgleich der Unterdecke. Die Unterdecke muss vor der Montage der Duschtasse eben sein. Jede Neigung der Unterdecke beeinflusst die Ablaufleistung der Tasse.
Dichtung der Flansche. Die Wandfalze müssen gegen die Abdichtungsschicht abgedichtet werden. Bei ADA-Duschen ist dies besonders wichtig, da die Fuge zwischen Tasse und Wand tiefer liegt als bei Standardtassen.
Verstärkung für Haltegriffe. Die Wandkonstruktion hinter den Wandfalzen der Tasse erfordert eine Verblockung zur Befestigung von Haltegriffen. Dies muss bereits vor dem Verschließen der Wände geplant werden.
Ablaufposition. Roll-in-Duschen weisen den Ablauf typischerweise nahe der Rückwand auf, nicht in der Mitte. Dies erfordert eine kundenspezifische Ablaufposition an der Tasse.
Gemäß den ADA-Richtlinien benötigen Hotels mit 1–25 Zimmern mindestens ein barrierefreies Zimmer. Hotels mit 26–50 Zimmern benötigen zwei, solche mit 51–75 Zimmern drei. Das Verhältnis setzt sich fort; darüber hinaus sind zusätzlich 1 % der Zimmeranzahl über 100 erforderlich. Erkundigen Sie sich bei Ihrer örtlichen Bauaufsichtsbehörde nach den genauen Anforderungen.
Nein. Duschtassen werden in Formen gegossen. Die Neigung, die Schwellenhöhe und die Abmessungen sind fest vorgegeben. Für die Einhaltung der ADA-Richtlinien ist eine speziell für barrierefreie Nutzung konzipierte Tasse erforderlich.
ADA-konforme Tassen kosten in der Regel 10 bis 20 % mehr als Standardtassen aus demselben Material. Der Aufpreis deckt die Herstellung einer speziellen Form, die roll-in- oder niedrige-Schwelle-Ausführung sowie zusätzliche statische Anforderungen ab.
Ja. Gussmarmor kann Haltegriffbelastungen bei entsprechender Verstärkung aufnehmen. In der Wandstruktur hinter den Tassenflanschen muss eine Verblockung vorgesehen werden. Die Tasse selbst ist zur Montage des Haltegriffs vorgebohrt.
Nein. Es gilt dieselbe Reinigungsanleitung – milde Seife und Wasser bzw. ein nicht scheuerndes Reinigungsmittel. Die rutschhemmende Oberfläche erfordert möglicherweise etwas mehr Sorgfalt, um Seifenablagerungen in der Struktur zu vermeiden.
Copyright © Guangdong Wiselink Ltd. -- Datenschutzrichtlinie